Fettspeicherung

Um zu verstehen, welche Mechanismen erforderlich sind um dem sich praktisch epidemisch ausbreitenden Schicksal Übergewicht zu entgehen oder es rückgängig zu machen, sollte vorab zumindest ein Grundverständnis für die Mechanismen Fettspeicherung und Jojo-Effekt vorhanden sein. Daher eine kurze Einführung in die wesentlichen Ursachen:

Wir müssen das grundsätzliche Problem erkennen und akzeptieren: Der moderne Mensch lebt in einem Zeitalter des Überflusses – ist aber immer noch ausgestattet mit dem Stoffwechsel aus der Steinzeit.

Ursprünglich ist der Mensch als „Lauftier“ auf ständige Bewegung programmiert. Über Jahrtausende hinweg mussten wir unserer Nahrung nachjagen und dabei weite Strecken zurücklegen. Da es immer unsicher war, wann die nächste Mahlzeit erreichbar war, wurde unser Körper darauf programmiert, alle Nährstoffe, die wir nicht sofort verbrauchen, in einer „Vorratskammer“ zu sammeln – den heute so gefürchteten Fettdepots. Nur dieser Mechanismus sicherte uns das Überleben in Zeiten des Hungers, indem wir unsere Depots dann vollständig aufzehrten.

Heute ist aus dem „Lauftier“ Mensch ein „Sitztier“ geworden: Frühstück – Auto – Bürostuhl – Auto – Fernesehsessel – Bett. Während unsere Vorfahren noch täglich Strecken von 30 – 40 km zurücklegen mussten, ist unser „Bewegungsradius“ auf 500 – 600 Meter geschrumpft. So kommen wir in sie Schadensspirale: Wir verbrauchen kaum Energie – und mästen uns trotzdem. Wir benötigen dringend Bewegung – und verweigern sie uns. Das Grundübel für unseren Bewegungsmangel ist der Ausfall der Voraussetzungsmotivation zur Nahrungsbeschaffung. Wir verfügen heute über Lebensmittel in großen Mengen und zu moderaten Preisen. Überall und zu jeder Zeit können wir essen und die Werbestrategien der Lebensmittelindustrie wecken zusätzliche Bedürfnisse – wobei die angebotene Nahrung meist nicht auf den Faktor „Gesundheit“ sondern auf den Überbegriff „Geschmacksakzeptanz“ ausgerichtet ist. Die lässt sich am besten durch, vielfach verborgende, Fette und Zuckerstoffe realisieren.

Wie werden unsere Körperzellen mit Nährstoffen versorgt?

Wir wissen heute, dass unser zentrales Stoffwechselhormon, das Insulin, aus der Bauchspeicheldrüse ist. Es funktioniert wie ein Zentralschlüssel, indem es die Zellen für die Versorgung mit Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß aufschließt. – Hätten wir nicht ausreichend Insulin zur Verfügung, so würden wir – auch bei Nahrungsüberfluss – innerlich verhungern. Unsere Nährstoffe würden in der Blutbahn bleiben und nicht in unsere Körperzellen gelangen können.

Bei ständigem Nahrungsüberfluss verweigern unsere Zellen allerdings die Aufnahme weiterer Nahrungsstoffe, indem sie nicht mehr auf den „Insulinschlüssel“ reagieren. In diesen Fällen sprechen wir von der „Insulinresistenz“.
Die Folge ist: Blutzucker und Nährstoffe kreisen doppelt so lange in unserer Blutbahn, der Blutzuckerspiegel steigt in bedenkliche Höhen – wir sind auf dem Wege in den Typ 2- Diabetes, einer der gefährlichsten Stoffwechselerkrankungen, an der alleine in Deutschland fast 10 Millionen Menschen leiden.

Was geschieht weiter?

Da wir unsere überschüssigen Nährstoffe nicht durch ein „Ablassventil“ ausscheiden können, werden diese in Depotfette umgewandelt und in unseren Fettzellen deponiert. Diese können sich um das zigfache ausweiten und so immer größere Mengen an Depotfetten speichern.

Hier erleben wir nun zwei grundsätzlich unterschiedliche Funktionen unseres Insulinhormons:

Zum einen sorgt es für die „Beseitigung“ überschüssiger Nährstoffe in die Fettzellen, indem es die Umwandlung in Depotfette vornimmt und die Türen der Fettzellen weit öffnet. Andererseits aber verhindert Insulin die Freisetzung der eingelagerten Depotfette über viele Stunden, indem es die „Ausgangstüren“ unserer Fettzellen verschließt.
Hieraus folgt: Fettabbau aus den Fettzellen ist nur bei niedrigen Insulinspiegeln möglich.
Hieraus folgt logisch: Hohe Blutzuckerwerte führen zu einer hohen Insulinausschüttung. Hohe Insulinspiegel führen zu einer Dauerblockade des Fettzellenausgangs

Die ebenso logische Konsequenz aus dieser Tatsache lautet:

Eine optimale Ernährung sollte alle wichtigen Makro- (Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette) und Mikro-Nährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente) enthalten – aber gleichzeitig über einen niedrigen glykämischen Index verfügen.

Exakt auf diesem Wirkprinzip beruht die Basissubstanz „Vitalose20®“ .