Insulin

Insulin – unser Zellversorgungs- und Dickmacher-Hormon

Bei der Frage, ob es ein übergeordnetes, bestimmendes Stoffwechselphänomen in unserem Organismus gibt, stoßen wir tatsächlich auf ein einheitliches Prinzip der Natur: Das Insulinprinzip.

Ohne das notwendige Verständnis für dieses Prinzip, welches sich die Natur seit vielen hunderttausend Jahren zur Versorgung unserer Zellen – aber auch zur Speicherung überschüssiger Nahrungsenergie ausgedacht hat, werden wir weder das weltweite Phänomen „Übergewicht“ begreifen noch erkennen, welche Voraussetzungen zu seiner Bekämpfung notwendig sind. Daher sollen hier die wesentlichen Fakten verständlich gemacht werden:

Entsprechend vom Umfang und Art der angebotenen Nahrungskomponenten werden aus den Insulinproduzierenden Zellen unserer Bauchspeicheldrüse adäquate Mengen des Hormons „Insulin“ ausgeschüttet. Die Aufgabe des Insulins ist es die Nährstoffe auf alle Körperzellen zu verteilen, wobei hier die Versorgung unserer Muskulatur im Vordergrund steht. Da hierbei vor allem der Blutzucker (Glukose) in den Verteilungsmechanismus einbezogen wird, reguliert das Insulin über sein Verteilungsprinzip unsere Blutzuckerwerte und senkt diese auf ihren Ausgangswert.
Zur Aufnahme der Nährstoffe durch die Zelle verfügen unsere Muskel-, Leber- und Fettzellen auf ihrer Zellmembran über Insulin-Rezeptoren. An diese Rezeptoren lagert sich nun das Insulin an und schließt die Zelle wie mit einem passenden Schlüssel auf. Gleichzeitig veranlasst der Zellkern, ausgelöst durch das Signal des „Insulinschlüssels“, dass ein Transporterschacht ausgefahren wird, über den die Nährstoffe das Zellinnere erreichen. Dort werden sie dann zur Gewinnung von Energie verbrannt oder als Bausubstanz weiterverwendet.
Haben wir nun wieder einmal mehr Nährstoffe zu uns genommen, als wir durch körperliche Aktivität verbrauchen können, so spricht man von einer „Überernährung. In diesem Falle ist z.B. mehr Zucker (Glukose) im Blut vorhanden, als unsere Körperzellen verbrauchen können. Um sich vor dieser „Überzuckerung“ zu schützen, zieht die Zelle ihre Insulinrezeptoren ein und verschließt so die beschriebenen Transportschächte. Im Laufe der Zeit werden die Insulinrezeptoren immer weniger empfindlich für den Insulinimpuls. Diesen Zustand bezeichnet man als Insulinresistenz. Es ist vor allem diese Insulinresistenz, die wir heute für die fast epidemische Ausbreitung des Typ-2-Diabetes verantwortlich machen.
Andererseits stehen jetzt die Zuckermoleküle praktisch vor verschlossenen Türen, da sie von den Zellen ja nicht mehr aufgenommen werden. So kommt es zu einem über Stunden anhaltenden Verwertungsrückstand der Glukose im Blut mit einem entsprechenden Anstieg der Blutzuckerwerte. Schafft es unser Körper nicht, durch eine Erhöhung der Insulinmenge den Zucker doch noch in die Zellen zu „pressen“, bleibt ihm nur noch der Weg, diesen lebensbedrohlichen Zustand zu beseitigen: Die überschüssige Glukose wird in Speicherfett umgewandelt und jetzt, gemeinsam mit den überschüssigen Nahrungsfetten in unser Fettgewebe „entsorgt“ und in den bestens bekannten Körperregionen abgelagert. Auf diese Weise fungiert dann das Insulin als Dickmacher- und Speicher-Hormon und treibt unser Gewicht in die Höhe.

Damit nicht genug, blockiert Insulin anschließend die Ausgangstüren unserer Fettzellen für mehrere Stunden.
Merke: Eine Freisetzung der gespeicherten Fettsäuren ist dann erst wieder möglich, wenn die Insulinspiegel im Blut auf einen extrem niedrigen Wert abgefallen sind.

Es ist genau dieses Wirkprinzip, welches wir uns bei der Entwicklung von „VITALOSE20®“ zunutze gemacht haben, um einen Abbau überschüssiger Körperfette bei optimaler Schonung des Muskelgewebes zu realisieren.